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kleines Tee ABC



Grüner Tee und schwarzer Tee

Beide Teesorten kommen von dem selben Teestrauch. Der botanische Name der Gattung lautet: Camellia sinensis. Der Unterschied zwischen grün und schwarz entsteht erst in der Verarbeitung. Schwarzer Tee wird durch die im Blatt  vorhandenen Enzyme "fermentiert". (Es ist allerdings keine echte Fermentation, weil an diesem Prozess keine Bakterien beteiligt sind.) Dabei entstehen bestimmte flüchtige Substanzen, die den schwarzen Tee blumig und karamellartig schmecken lassen.  Bei grünem Tee wird die "Fermentation" durch Hitze verhindert; deswegen bleibt das Blatt grün. Über 700 flüchtige Substanzen wurden in ihm bisher gefunden. Ob sie alle für das Aroma verantwortlich sind, wissen die Tee-Experten allerdings noch nicht. Im Gegensatz zum schwarzen Tee schmeckt grüner Tee ein wenig wie Heu und grüne Blätter.

Die Herkunft der Teesorten

Grüne Tees werden hauptsächlich in China und Japan produziert und getrunken. Die Teesorten, die in Deutschland am häufigsten getrunken oder zu Mischungen  weiterverarbeitet werden, kommen aus Indien und Sri Lanka. Der Darjeeling-Tee  wächst in Indien am Fuße des Himalajas und hat ein zartes, leicht süßliches Aroma. Der  AssamTee kommt aus dem Nordosten Indiens: Es ist ein kräftiger und malziger Tee, der den Hauptbestandteil der Ostfriesenmischung ausmacht. Ceylon-Tee aus Sri Lanka schmeckt frisch und spritzig. Die größte Menge Tee in Deutschland kommt aus Indien und Sri Lanka.

Die Sortierung

Bevor der Tee in den Verkauf gelangt, wird er sortiert. Und zwar nach  Blattgrößen: Blatt-Tee, Broken-Tee, Fannings und Dust. Fannings und Dust sind die  kleinsten Aussiebungen, die dann im Teebeutel landen. Teebeutel-Tee muss nicht  grundsätzlich schlechter sein als Blatt-Tee. Allerdings werden die Inhaltsstoffe aus den  kleinen Blattstückchen viel schneller herausgelöst als aus Blatt-Tee. Deswegen wird er so schnell kräftig und bitter. Das kann das Aroma überdecken, das von den  ätherischen Ölen gebildet wird. Schwarzer Tee enthält über 350 flüchtige Substanzen
Trotzdem: Die Blattgrößen sagen zunächst nichts über die Qualität eines Tees aus. Auch die verschiedenen Bezeichnungen auf der Verpackung - wie zum Beispiel  FTGFOP (Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe) - sagen nur etwas über die Blattgröße und die Zusammensetzung des Tees aus. Sie bezeichnen weitere Sortierungsschritte und nicht die Qualität. Die richtet sich nämlich nach Klima, Lage und  Verarbeitung des Tees.

Drei oder fünf Minuten?

"Anregend drei Minuten, beruhigend fünf Minuten", heißt es oft. Als Grund  dafür wird angegeben, dass Coffein löse sich schnell aus den Blättern - die Gerbstoffe  dagegen nur langsam. Zieht ein Tee nur drei Minuten, so ist ein Großteil des Coffeins  schon im Getränk gelöst; jedoch sind in dieser kurzen Zeit erst wenig Gerbstoffe im Tee. Bei einem Fünf-Minuten-Tee ist noch mehr Coffein gelöst - vor allem aber enthält der Tee viel mehr Gerbstoffe. Weitverbreitet ist die Annahme, dass die Gerbstoffe  zunächst einen Teil von dem Coffein binden und dann erst langsam im Körper wieder  freigeben. Ob das wirklich so ist, darüber streiten sich die Experten. Fest steht allerdings, dass die Formel: "Anregend drei Minuten, beruhigend fünf Minuten", nicht stimmt. Ein Fünf-Minuten-Tee kann nicht beruhigen, sondern höchstens nicht in dem gleichen Maße anregen wie ein Drei-Minuten-Tee. Denn Coffein ist auf jeden Fall im Tee  und das macht auf keinen Fall müde - im Gegenteil. Die Gerbstoffe eines Fünf-Minuten-Tees wirken allerdings leicht antibakteriell, beruhigen also im weitesten Sinne den Magenund Darmtrakt.
Durch die Gerbstoffe ist ein FünfMinuten-Tee dunkler als ein DreiMinuten-Tee

Thein oder Coffein?

1827 entdeckte Jean Baptiste Oudry im Tee eine Substanz, die er Thein nannte.  Bald darauf stellte sich heraus, dass das Molekül des Theins mit dem Molekül einer bekannten Substanz im Kaffee chemisch identisch war: mit dem Coffein. Seitdem  gibt es Befürworter und Gegner dieser Substanz und ihrer (angeblichen) Wirkung.
Oft werden unterschiedliche Werte für den Coffein-Gehalt von Tee angegeben.  Das liegt daran, dass sowohl die Teesorte und das Klima wie auch die Verarbeitung und Zubereitung des Tees Einfluss auf den Coffein-Gehalt haben. In einer Tasse  Tee (150 ml) sind etwa 25-90 mg Coffein enthalten. In einer Tasse Kaffee sind dagegen  50-150 mg Coffein. Als Faustregel gilt: Eine Tasse Kaffee hat so viel Coffein wie zwei Tassen Tee.
Immer wieder liest man, dass Tee viel milder anregt als Kaffee. Grund dafür sei die Bindung des Coffeins im Tee an Gerbstoffe. Das Coffein in der Kaffeebohne ist  im Gegensatz dazu an Chlorogensäure gebunden. Die Gerbstoffe im Tee sollen  angeblich dafür sorgen, dass das Coffein vom menschlichen Körper langsamer aufgenommen wird. Diesen Schluss haben WissenschaftlerInnen Ende der 60er Jahre aus Tierversuchen gezogen. Ein Versuch an freiwilligen Versuchspersonen kam 1973 jedoch zu einem anderen Ergebnis. Nach dem Genuss von Kaffee oder Tee mit etwa der gleichen Menge an Coffein wurde die Konzentration der Substanz im Blutplasma gemessen. Die Kurve zeigt, dass der menschliche Körper Coffein aus Kaffee und  Tee gleich schnell aufnimmt. Nach 30 Minuten ist die größte Menge im Blut. Danach wird das Coffein langsam wieder abgebaut.
Natürlich hat die Dosis einen großen Einfluss auf die Wirkung des Coffeins.  Außerdem muss die persönliche Stoffwechselleistung miteinkalkuliert werden. Bei  durchschnittlicher Empfindlichkeit und normalem Teekonsum regt das Coffein den  Kreislauf an, erweitert die Bronchien und die Blutgefäße. Überdies verfliegt die Müdigkeit und die Konzentration wird verbessert. Ab einer Konzentration von 500-1.000 mg jedoch  können sich unangenehme Symptome einstellen: Herzrasen, Unruhe oder Schlafstörungen. Bei einem mittleren Gehalt von 40 mg Coffein pro Tasse Tee ist dieser Wert allerdings nur schwerlich zu erreichen: Man müsste schon  mindestens 12 Tassen trinken - und das schnell hintereinander.

Aromatisierte Tees

Der bekannteste und auch älteste aromatisierte Tee ist der Earl Grey. Die  Legende besagt, dass ein Earl - namens Charles Grey - dieses Tee-Rezept aus China mitgebracht hat. Bis heute wird der Earl Grey auf die gleiche Weise hergestellt: Schwarzer Tee wird parfümiert mit dem Öl aus der Schale einer Zitrusfrucht - der Bergamotte.  Will man einen Earl Grey trinken, der tatsächlich mit echtem Bergamottenöl parfümiert  ist, muss man die Inhaltsstoffe auf der Teepackung genau studieren. Dort muss "natürliche Aromastoffe" zu lesen sein. Steht auf der Packung "künstliche oder naturidentische Aromastoffe", dann ist der Tee eben nicht mit Bergamottenöl, sondern mit künstlichen Aromen parfümiert.

 

Quelle u.a.: Quarks & Co | Wunderdroge Tee | Sendung vom 10.12.2002 ;Tanja Winkler

Hier ein paar Tips zur Zubereitung verschiedener Teesorten

Was sagt das Lexikon zum Thema Tee...

Auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Tee hilft gegen Herzinfarkt.
Oder: Tee gegen Runzeln...

In Ostfriesland sind die Teetrinker der Nation

Die Japanische Teezeremonie ist mehr als “nur Tee trinken”

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