StartNewsMein BilderbuchAmateurfunkTeestubeWettereckeBOINC-EckeSpielwieseTipps & TermineKarteImpressum



Erkennen und Nutzen von ES-Bedingungen auf 2m



Jedes Jahr in den Sommermonaten besteht die Möglichkeit mit normaler, ja sogar minimaler Stationsausrüstung auf 2m DX-Verbindungen weit über 1000km Entfernung in FM, SSB und CW abzuwikkeln. Dies passiert immer dann, wenn sich in der Ionosphäre in etwa 100km Höhe Wolken mit erhöhter Elektronenkonzentration ausbilden. Bis heute sind noch nicht alle Ursachen dieses Phänomens geklärt.

Die minimale Stationsausrüstung auf 2m besteht in einem Transceiver mit 2 Watt Ausgangsleistung und einem Rundstrahler. Eine bessere Stationsausrüstung erhöht natürlich die Erfolgsquote. Die überbrückbare Entfernung bei ES liegt zwischen 1200 und 2200 km. Bei den auf 2m relativ seltenen Doppelsprüngen können auch 3500km erreicht werden. Die Zeitschrift Dubus (Nr 4/94) berichtete sogar von einer 2m-Verbindung von OE1SSB & OE1XLU mit RI8TA über 4271km am 21.Juli 89.

Wie kann man nun derartige DX-Bedingungen erkennen?

Grundsätzlich gibt es keine langfristige Vorhersagemöglichkeit, denn wie der Name schon sagt handelt es sich um ein sporadisches Phänomen. Aus statistischen Betrachtungen der vergangenen Jahre hat sich gezeigt, dass ES zwischen Mitte Mai und Anfang September auftreten kann, mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit Anfang Juni und Anfang Juli. Sporadic-E-trächtige Tage erkennt man durch intensive Bandbeobachtung, beginnend mit dem 10m Band. Ein Scanner leistet hier nützliche Dienste, da die Überreichweiten via ES stark frequenzabhängig sind. Beginnend im KW-Bereich steigt die maximal nutzbare Frequenz im tageszeitlichen Verlauf bis über 50MHz. Beobachten kann man dies am einfachsten im Fernsehband 1. Mit einer einfachen Antenne lassen sich hier bei ES russische, spanische oder sogar nordafrikanische TV-Stationen empfangen. Inzwischen ist auch das Baken- und Stationsangebot im 6m-Afu-Band so gut, dass man dort gut beobachten kann.
Die Hinweise in der rechten Spalte helfen natürlich auch weiter.

Sind nun auch im 3m-Rundfunkband südeuropäische Stationen auszumachen, sollte man die 2m-SSB oder CW-Anruffrequenz verstärkt beobachten. Transceiver auf die 144.300 (oder 145.500) einstellen und die Antenne in Richtung der zu erwartenden DX-Ausbreitung (entsprechend 3m-und 6m Bandbeobachtung) drehen. Dabei bitte folgendes beachten: DL ist leider kein seltenes Land für europäische OMs. Deshalb möglichst keine oder nur sehr kurze CQ-Rufe auf der 144.300 bei ES.. Nur antworten, wenn die DX-Station deutlich zu empfangen ist, nicht deshalb rufen, weil es die anderen OMs im näheren Umfeld auch tun. Sporadic-E ist zum Teil örtlich nur sehr begrenzt nutzbar. Im 50 km Entfernung können die Bedingungen schon wieder völlig anders sein und die DX-Station ist dort nicht mehr aufnehmbar. Ein schnelles QSY weg von der Anruffrequenz erspart oft viel QRM. QSOs möglichst kurz halten. Keine langen Ausführungen über die eigene Stationsausrüstung halten. Die Öffnungen dauern oft nur wenige Minuten, in dieser Zeit möchten möglichst viele OMs die DX-Station arbeiten.

Besonders für Newcomer ist ES ein verblüffendes Phänomen: die Feldstärken der DX-Stationen können kurzzeitig so stark werden, wie die von der nächsten Ortsstation. So wurden schon Mobil- und Portabelstationen mit 1 Watt-Handys, welche gerade mitten in Athen unterwegs waren, hier in DL rauschfrei aufgenommen auf der S20!

(Dieser Beitrag stammt aus dem ersten UKW-Rundspruch (1995) und wurde aus Anlass des fünfjährigen Bestehens des Löbenberg-UKW-Rundspruches wieder mit aufgenommen.) Ergänzung durch DL2YFB

 

Siehe auch...

zurück zur Amateurfunk-Startseite

meine Amateurfunkaktivitäten

Go Mars: Spendenaufruf mit Gewinnmöglichkeit!

EME: ( Erde Mond Erde )

CTCSS - SubAudioTöne: eine Tabelle der Töne

Das Internationale Bakenprojekt IBP

Funk- und Weltraumwetter



VHF Aurora:

144 MHz E-Skip in EU:

Status

Status

Solar X-rays:

50 MHz Es in EU :

Status

Status
Geomagnetic Field:Today's MUF & Es :

Status

Status

© by EAHM 2013