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Sommer, Sonne, Sonnenbrand



In den Monaten von Mai bis August erreicht die Sonne in Deutschland einen recht hohen Mittagsstand. Und wenn sie nicht gerade von Wolken verdeckt ist erfreut sie die meisten Menschen mit ihren kräftigen Strahlen. Auch bildet die Haut mit dem Sonnenlicht das Vitamin D, welches unter anderem auch entzündungshemmend wirkt.

Dummerweise treffen neben den hellen- und wärmenden Strahlen auch UV-B Strahlen auf unsere Haut, und diese sorgen für einen Sonnenbrand wenn man ihnen zu lange ausgesetzt ist.

Nun ist nicht jede Haut gleichermaßen betroffen. Es gibt grob sechs Hauttypen in denen die Menschen eingeteilt werden können. Natürlich sind die Übergänge fließend.

Die verschiedenen Hauttypen

Besonders empfindlich ist Hauttyp I Er zeichnet sich durch eine sehr helle, extrem empfindliche Haut, helle Augen, rotblondes Haar und Sommersprossen aus. Auch viele Menschen mit Albinismus (zu denen auch ich zähle) gehören zu diesen Hauttyp. Hauttyp I bräunt nie und bekommt schnell einen Sonnenbrand. Bei einem UV-Index von 8 geschieht dies in weniger als zehn Minuten.

Hauttyp II zeichnet sich durch helle, empfindliche Haut, helles Haar, helle Augen und oftmals Sommersprossen aus. Hauttyp II kann nur langsam bräunen und bekommt oft einen Sonnenbrand. Bei einem UV-Index von 8 geschieht dies in weniger als 20 Minuten.

Hauttyp III zeichnet sich durch mittelhelle Haut, braunes Haar und helle bis dunkle Augen aus. Hauttyp III bräunt langsam und bekommt nur manchmal einen Sonnenbrand. Bei einem UV-Index von 8 geschieht dies in weniger als 30 Minuten.

Hauttyp IV zeichnet sich durch bräunliche, wenig empfindliche Haut, dunkelbraunes oder schwarzes Haar und dunkle Augen aus. Hauttyp IV kann schnell und tief bräunen und bekommt selten einen Sonnenbrand. Bei einem UV-Index von 8 geschieht dies nach mehr als 30 Minuten.

Hauttyp V zeichnet sich durch dunkle, wenig empfindliche Haut, schwarzes Haar und dunkle Augen aus. Hauttyp V bekommt selten einen Sonnenbrand. Bei einem UV-Index von 8 geschieht dies nach mehr als 60 Minuten.

Hauttyp VI zeichnet sich durch schwarze, wenig empfindliche Haut, schwarzes Haar und dunkle bis schwarze Augen aus. Hauttyp VI bekommt sehr selten Sonnenbrand. Bei einem UV-Index von 8 geschieht dies nach mehr als 90 Minuten.

Der UV-Index

Der UVI (UV-Index) ist international einheitlich festgelegt. Er beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. An unbewölkten Tagen wird dieser Wert zur Mittagszeit erreicht (der höchste Sonnenstand ist in Deutschland bei Sommerzeit um ca. 13:30 Uhr!!!). Je höher der UVI ist, desto höher ist das Sonnenbrandrisiko. Die Zeit zum Erreichen eines Sonnenbrandes ist dann gering; sie ist für verschiedene Hauttypen unterschiedlich. Schutzhinweise und Zeiten bis zum Erreichen der Sonnenbrandschwelle gelten für den empfindlichen Hauttyp II bei ungebräunter Haut:

UVI 8 und mehr: UV-Belastung sehr hoch, Sonnenbrand in weniger als 20 Minuten möglich, Schutzmaßnahmen unbedingt erforderlich.
UVI 5 bis 7: UV-Belastung hoch, Sonnenbrand ab 20 Minuten möglich, Schutzmaßnahmen erforderlich.
UVI 2 bis 4: UV-Belastung mittel, Sonnenbrand ab 30 Minuten möglich, Schutzmaßnahmen empfehlenswert.
UVI 0 bis 1: UV-Belastung niedrig, Sonnenbrand unwahrscheinlich, Schutzmaßnahmen nicht erforderlich.

Der UVI hängt vor allem vom Sonnenstand ab; er ändert sich daher am stärksten mit der Jahreszeit und der geografischen Breite. Die Ozonsituation in der Atmosphäre, Bewölkung und die Höhenlage eines Ortes spielen ebenfalls eine Rolle. Reflexionen an Sand und Schnee beeinflussen die Höhe des UVI.
Weitere Informationen und Messungen gibt es beim Bundesamt für Strahlenschutz

UV-I-Messgerät
UVI-Messgerät mit Anzeige der verbleibenden Zeit bis zum Sonnenbrand je nach Hauttyp.

Messen und schützen

Als Mensch mit sehr empfindlicher Haut habe ich gelernt die Sonnenintensität einiger maßen gut einzuschätzen.Einen Sonnenbrand habe ich sehr selten, und wenn, dann nicht sehr schlimm.

Das abgebildete UV-I-Messgerät hilft bei der Abschätzung. Man gibt dort den Hauttyp an, hält das Gerät in die Sonne, Startet die Messung und erhält den aktuellen UV-Index und eine Zeit in Minuten in der man in der sonne verweilen kann. Nun kann noch eine Uhr gestartet werden die die Zeit rückwärts zählt und alle 10 Minuten mit den dann aktuellen UV-Index abgeglichen wird.

Ob das mit der angezeigten Zeit hinkommt, habe ich noch nicht ausprobiert. Ich ziehe da die Sonnencreme vor. Damit kann man die Zeit in der man in der Sonne bleiben kann je nach Schutzfaktor strecken. D.h. die vom Messgerät angezeigte Zeit multipliziert mit dem Schutzfaktor ergibt die neue Zeit, die man in der Sonne verbringen kann. Regelmäßiges nachcremen und ein größerer Faktor zur Sicherheit sorgen dann für eine vom Sonnenbrand freie Haut.

Und wenn man sich nicht eincremen möchte?
Nun, dann bleibt man im Schatten oder im Haus. Aber auch dort Vorsicht! Auch im Schatten gibt es UV-Strahlung. Je nach Luftbeschaffenheit (z.B. Feuchte) oder Refleksion an Wolken können den Wert in die Höhe treiben. Hier werde ich noch ein wenig Messen müssen. Ich habe aber schon mal 20% der direkten Sonneneinstrahlung gemessen. Das bedeutet: wenn ich nach 12 Minuten in der direkten Sonne den Sonnenbrand bekomme, bekomme ich ihn nach 60 Minuten im Schatten.
Und was ist im Haus hinter der Fensterscheibe?
Glasfenster scheinen recht sicher zu sein, aber bei einem transparentem Kunststoffdach habe ich 25% der direkten Strahlung gemessen, also mehr als im Schatten.

Also hoffen wir wieder auf den Winter, da haben wir diese Probleme in Deutschland nicht. Und wer es so wie ich warm mag, der geht dann besser in die Sauna.

© by EAHM 2013