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Aus dem Lexikon zum Thema Tee



Tee [südchines.; 18.Jahrh.] der, 1) der Teestrauch (Thea sinensis); die durch Gärung zubereiteten jungen Blätter dieses Strauchs; der Aufguß aus diesen Blättern, das anregende Getränk (vgl. unten). 2) getrocknete Teile anderer Pflanzen; der daraus bereitete Aufguß wird z.T. als Arznei benutzt, so Pfefferminz-, Flieder-, Lindenblütentee oder Teegemische wie -»Brusttee; ferner Paraguaytee (-»Mate) u. a. 3) geselliges Beisammensein zu einer ,Teestunde' ; oft Nachmittagstanz (Tanztee): einen zum T. einladen; davon abgeleitet Teegebäck, Teewurst, im Tee sein (nordd.), betrunken; beliebt beim Lehrer. 4) U für Marihuana.

Der Teestrauch bildet mit der Kamelie die Gattung Thea oder Camellia der Farn. Teegewächse (Theaceae) in der Ord. Parietalen. Die Blätter sind zuerst seidig behaart, später kahl, die Blüten weiß bis rosafarbig, jasminduftend, kirschblütengroß, die Früchte dreiteilige Kapseln. Die im gebirgigen Südostasien heimische Pflanze wird als etwa meterhoher Strauch gezogen. Der Teestrauch wächst in den Tropen und Subtropen und benötigt Feuchtigkeit und Wärme. Die frischen Blätter läßt man welken, dann werden sie gerollt, fermentiert, getrocknet, sortiert und in Kisten verpackt, die mit Metallfolie ausgelegt sind (Schwarzer Tee), der Grüne Tee, der keine Fermentation durchmacht, wird gleich nach dem Pflücken oder nach kurzem Welken vorsichtig getrocknet. Ziegeltee heißen die backsteinähnlich gepreßten Abfälle (Pannings), die aus China nach Mittel- und Nordasien ausgeführt werden. Die feinsten Handelssorten des Schwarzen T. sind: Peko (Pekko), Souchon(g), Gongo (Couchon), Oolong (halbfermentiert).

Der Tee ist hauptsächlich anregendes Genußmittel. Er enthält durchschnittlich 2% Coffein; es ist in den frischen Teeblättern an Gerbstoff gebunden und wird durch die Fermentation in größerer Menge frei, ebenso wie das Teeöl, ein ätherisches, das Aroma des Tees bewirkendes Öl. Der Verbrauchstee enthält ferner etwa 12% Gerbstoffe; er kann wegen seines Gerbsäurereichtums bei Darmkatarrh oder schwacher Verdauung verwendet werden. -Allen den zahlreichen Tee-Ersatzmitteln, außer dem ^Mate, fehlt das anregende Coffein.

Wirtschaftliches: Die Hauptmärkte sind in den Erzeugerländern (bes. Kalkutta, Colombo, Djakarta), ferner in London und Rotterdam sowie in Hamburg, Bremen, Marseille und Odessa. - Verbraucht wurden in Dtl. (1936) 4517 t, je Ew. 67 g; in der Bundesrep. Dtl. (1950) 2204 t, je Ew. 46 g, (1968) 8000 t, je Ew. 132 g.

Tee-Ernte (in 1000 t)

 

Länder

1950

1969

Indien ..........

275,5

395

Ceylon ..........

143,4

220

VR China .......

159

Japan ...........

42,0

90

Sowjetunion

60

Indonesien

35,4

40 ^

Pakistan ........

24,2

30

Welt ......

570,0

1267

 

Geschichtliches. Nach China kam der Tee etwa im 4. Jahrh. n. Chr. aus Hinter-indien (Assam). Nach Japan soll er Anfang des 9. Jahrh. durch einen buddhist. Mönch gebracht worden sein. Die Japaner trinken meist Grünen Tee (Teezeremonie). Europa erhielt den ersten Tee Ende des 16. Jahrh. als Arzneidroge.
lit. 0. F. Schleinkofer: Der Tee ('1956).

(meist aus “Der neue Brockhaus, vierte Auflage, Band fünf”)

 

Wissenswertes über den Tee im kleinen Tee - ABC

Hier ein paar Tips zur Zubereitung verschiedener Teesorten

Auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Tee hilft gegen Herzinfarkt.
Oder: Tee gegen Runzeln...

In Ostfriesland sind die Teetrinker der Nation

Die Japanische Teezeremonie ist mehr als “nur Tee trinken”

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